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Das Scandinavian Journal of Trauma, Resuscitation & Emergency Medicine veröffentlichte im Juni 2021 die Arbeit "Comparison of different mechanical chest compression devices in the alpine rescue setting: a randomized triple crossover experiment" von Egger A et al. als open access Artikel.
Die mechanische CPR hat im Rahmen spezieller Umstände des Atem-Kreislaufstillstands in der Neufassung der ERC Leitlinien im Jahr 2021 deutlich an Stellenwert gewonnen. Während bisher veröffentlichte Daten der mechanischen CPR in der Anwendung im bodengebundenen Rettungsdienst keinen Überlebensvorteil im Vergleich zur konventionellen CPR einräumen, kann die Anwendung eines entsprechenden Devices den Abtransport aus unwegsamem Gelände in vielen Fällen überhaupt erst ermöglichen.
Bislang ist die Datenlage zur Anwendung von mechanischen CPR-Devices im alpinen Gelände noch sehr dünn: Die Fragestellung, ob eine effektive Anwendung mit kurzen Hands-off-Zeiten durch geschultes aber wenig versiertes Personal gewährleistet werden kann blieb bisher ebenso unbeantwortet wie die Frage, ob diese Anwendung während eines terrestrischen Abtransports ohne Dislokation des Device vonstattengehen kann.
Einige dieser für die alpinmedizinische Praxis höchst relevanten Fragen konnten nun beantwortet werden.
2 von 3 untersuchten Devices konnten in der Arbeit eine hochqualitative CPR unter alpinen Abtransportbedingungen aufrechterhalten. Ebenso konnte gezeigt werden, dass die korrekte Positionierung des Device auch während eines fordernden Abtransports beibehalten werden kann.
Egger Alexander, Tscherny Katharina, Fuhrmann Verena, Grafeneder Jürgen, Niederer Maximilian, Kienbacher Calvin, Schachner Andreas, Schreiber Wolfgang, Herkner Harald and Roth Dominik
Kategorie: Alpine Notfallmedizin, Bergrettung
Datum: 1. Jul 2021
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