Projekttitel: Reproduzierbarkeit von physiologischen Parametern und AMS in normobarer Hypoxie
Jänner bis Dezember 2018
Institut für Sportwissenschaft, Universität Innsbruck
Mitarbeiter: Daniel Jochum
(Masterstudium Sportwissenschaft, Universität Innsbruck, Institut für Sportwissenschaft)
Weltweit werden Höhenregionen von unzähligen Personen, darunter Bergsteiger, Trekker, Pilger, Arbeiter, Geschäftsleute und militärisches Personal, besucht. Akute Höhenexpositionen bergen das Risiko für Höhenerkrankungen, von denen die Akute Bergkrankheit (AMS) die häufigste Form darstellt. AMS-Symptome umfassen Kopfschmerz, Appetitlosigkeit bis Erbrechen, Abgeschlagenheit, Schwindel und Schlafstörungen, welche je nach Ausprägungsgrad die Betroffenen massiv in ihrer motorischen und kognitiven Leistungsfähigkeit einschränken. Die AMS-Inzidenz variiert in Abhängigkeit von der Höhe und anderen Faktoren zwischen 9 und über 63 %, und somit stellt die AMS für die oben genannten Personengruppen ein relevantes Problem und Risiko dar.
Für den Einsatz präventiver Strategien (z.B. medikamentöse Prophylaxe) wäre es bedeutsam, wenn das individuelle Risiko ausreichend genau vorhergesagt werden könnte. In der Praxis werden hierfür vor allem Erfahrungen aus früheren Höhenexpositionen oder Ergebnisse aus physiologischen Testverfahren herangezogen. Allerdings wird sowohl die Reproduzierbarkeit von AMS-Symptomen als auch die Reliabilität und Vorhersagegenauigkeit dieser physiologischen Testverfahren kontrovers diskutiert. Eine gute Reproduzierbarkeit von Ergebnissen ist Voraussetzung für darauf aufbauende Empfehlungen, stellt aber generell einen wesentlichen Schwachpunkt in der höhenmedizinischen Forschung dar.
Ziel dieser Studie ist es daher, die Reproduzierbarkeit a) von physiologischen Messparametern zur Vorhersage des AMS-Risikos und b) von AMS-Symptomen während passiver Expositionen in simulierter Höhe zu überprüfen.