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Alpinmedizinischer Rundbrief Nr. 75

Die aktuelle Ausgabe unserer Publikation ist erschienen. Exklusiv für ÖGAHM-Mitglieder!
Alpinmedizinischer Rundbrief 75, Titel | ÖGAHM
Die aktuelle Ausgabe unserer Publikation ist erschienen. Exklusiv für ÖGAHM-Mitglieder!

Liebe Freunde der Alpin- und Höhenmedizin, liebe Kolleg:innen,

England und die Brit:innen haben eine lange Bergsteiger:innen Tradition, obwohl die Insel und ihre Erhebungen sich höhenmetertechnisch nicht an unseren alpinen Gipfeln messen können. In England ist ein Berg ein Berg wenn er höher als 2.000 Fuß misst. Umgerechnet sind das 609,6 Meter. Der höchste Berg im Vereinigten Königreich ist der 1.345 m hohe Ben Nevis in den schottischen Highlands, der allerdings sehr alpine Bedingungen bieten kann.

Im Mai fand in dem kleinen Ort Hathersage im englischen Peak District der Weltkongress der Berg- und Höhenmediziner:innen statt. Der Peak District verspricht ja schon historisch viel anspruchsvolles Gelände in der Umgebung, das einst Robin Hood und seinen Gefährten als Rückzugsorte diente.

Peaks im Sinne von Highlights brachte der Kongress unzählige hervor und wir berichten im Heft im Detail von diesen. Gipfelthema für mich war eindeutig das Thema Frauen am Berg, welches von mehreren Facetten beleuchtet wurde. Beeindruckend in diesem Zusammenhang sind die Leistungen der nepalesischen Bergsteigerinnen, weiblichen Guides und Sherpas, die mittlerweile mehr Aufmerksamkeit in der internationalen Bergsteiger-Presse erlangen, und deren Weg mit Sicherheit oft sehr steil und steinig ist.

Gastgeber in England waren die International Society of Mountain Medicine (ISMM) zusammen mit der Britischen Mountain Medicine Society (BMMS); mit an Bord waren die großen alpinen Organisationen UIAA und ICAR MEDCOM. Highlight des dreitägigen Kongresses war das Internationale Symposium zur Akzidentellen Hypothermie, geleitet von Beat Walpoth und Chris Imray. Einen ausführlichen Kongressbericht finden Sie in dieser Ausgabe.

Für die einen ist es Entspannung in der Natur in der verzauberten Winterwelt, für die anderen ist es eine olympische Disziplin: lesen Sie den spannenden Beitrag zum Thema Skitouren gehen als Leistungssport.

Wir lesen in diesem Heft einen Beitrag zu Expeditionen in große Höhen mit Menschen, die eine Lungentransplantation überstanden haben. Diese außerordentlichen physischen Leistungen und komplexen physiologischen Zusammenhänge zeigen uns, wie einzigartig unser Körper ist, und wie extrem anpassungsfähig wir in großen Höhen sein können. Die Einzigartigkeit von Überlebenswillen, Ausdauer und extremster körperlicher und psychischer Leistung zeigt auch die jüngste Geschichte dieser Saison vom Mount Everest, die uns zum Saisonende alle sehr den Atem anhalten ließ – die fast unglaubliche Überlebensgeschichte von Darwa Sherpa. Sie stimmt uns auch nachdenklich und führt uns zum Thema Ethik bei der Rettung aus großen Höhen, ein unlängst von der ICAR MEDCOM veröffentlichtes Positionspapier.

Anfang Oktober wurde die Mountain Clinic der EURAC in Bozen offiziell eingeweiht, ein Portrait der Klinik finden Sie in dieser Ausgabe.

Ich möchte an dieser Stelle der ÖGAHM für die wunderbare Zusammenarbeit danken und freue mich Sie und Euch im Herbst zur Jubiläumstagung der BEXMED einladen zu dürfen. In Garmisch-Partenkirchen feiern wir vom 20. bis 22. November unseren 30. Geburtstag – Infos zur Tagung und der Anmeldung finden Sie im Heft.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Bergsommer,
Ihre Natalie Hölzl

Inhalte des Rundbriefs Nr. 75

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